Vize-Pokalsieger zum Saisonabschluss

Der Einzug ins VLW-Pokalfinale hatte die Saison für das Team von Andrea Richter um einige Wochen verlängert. In einem spannenden Spiel vor lautstarkem Publikum in Fellbach konnte sogar ein Satz gegen den Bundesliga-Aufsteiger TV Rottenburg gewonnen werden. Doch mit dem Vize-VLW-Pokalsieg nicht genug: die TSG Tübingen hat sich damit für den Regionalpokal qualifiziert und darf dort im Herbst gegen Teams aus Nord- und Südbaden um den Einzug in den DVV-Pokal kämpfen.

Der zum MVP in silber gekürte Henri Räwer-Tanguep jubelt. (Foto: Davide Di Giovanni)

Am 09. Mai 2026 ging es in der Gäuäckersporthalle in Fellbach gleich zwei mal rund: Zuerst fand das Finale der Frauen im VLW-Pokal statt, in dem sich die Drittligisten der Barock Volleys MTV Ludwigsburg und der TSV G.A. Stuttgart duellierten. Mit einem klaren 3:0 konnten sich die Ludwigsburgerinnen durchsetzen.
Anschließend durfte sich die erste Herrenmannschaft der TSG Tübingen mit dem Erstliga-Aufsteiger TV Rottenburg messen. Dabei konnte TSG-Trainerin Andrea Richter auf eine volle Auswechselbank zurückgreifen, musste aber auf Libero Alexander Weber und die Angreifer Andreas Goldschmied und Rabanus Derr verzichten.

Die TSG startete mit einer kleinen, aber steten Führung in den ersten Satz. Zur Satzmitte bereiteten dann aber vor allem die Aufschläge von David Dornauf und Maik Trautmann den Tübingern Probleme, sodass der TVR vorbeiziehen konnte und den Satz mit 25:20 für sich entschied. Im zweiten Satz liefen die Tübinger – ganz ohne Wechsel – wie ausgewechselt auf: Vor allem Carl Kaiser und Kai Wolf konnten mit langen Aufschlagserien überzeugen. Zudem stand der Tübinger Block ein ums andere mal und brachte die Rottenburger Angreifer an den Rande der Verzweiflung. Mittelblocker Kaiser sorgte mit einem Aufschlag-Ass zum viel umjubelten Satzausgleich. Der Satz konnte 25:13 eingetütet werden, die Halle bebte und die vielen mitgereisten Tübinger Fans konnten immer wieder die individuellen und bewährten Fan-Gesänge anstimmen.
Im dritten Satz fing sich der Favorit aus Rottenburg wieder. Der TVR schlug von Beginn an stark auf, die TSG musste sich 18:25 geschlagen geben.
Im vierten Satz wechselte Richter mutig durch – ohne, dass ein großer Qualitätsverlust auf dem Feld zu spüren war. Das Spiel bot weiterhin eine mitreißende Dynamik: hart umkämpfte Punkte, beide Mannschaften spielten stark auf. Doch wieder war es Rottenburgs Mittelblocker Trautmann, der in der Crunchtime die Tübinger Annahme mit seinen Aufschlägen ins Straucheln brachte. Der Satz ging denkbar knapp mit 22:25 an den TVR, der sich so den VLW-Pokalsieg schnappte.

Ein besonderer Dank gilt den mitgereisten Fans, die mit ihrem überragenden Support das Spiel in Fellbach fast schon zu einem Heimspiel gemacht haben.

Die TSG hat sich mit dem Einzug ins Pokalfinale für den im Oktober stattfindenden Regionalpokal qualifiziert. Dort besteht die Chance, sich für den DVV-Pokal zu qualifizieren.

Mit dem gespielten Finale ist die Saison spät beendet. Momentan wird der Kader für die kommende Saison geplant. Viele Spieler halten sich im Sand beim Beachvolleyball fit. Auf den bekannten Kanälen wird es ebenfalls nicht langweilig: Da halten wir euch über Tübinger Beach-Events, Abschiede, Neuzugänge und was es sonst aus der Abteilung zu berichten gibt, auf dem Laufenden!

Bis bald!

Foto: Davide Di Giovanni
Foto: Davide di Giovanni
Foto: Davide Di Giovanni