Ab ins Halbfinale

Die TSG Tübingen hat das Halbfinale des VLW-Pokals erreicht. Im Viertelfinale setzt sich der Regionalligist beim Oberligisten TSB Ravensburg in drei knappen Sätzen mit 3:0 (25:23, 26:24, 25:23) durch.

Gerade einmal drei Tage nach der frustrierenden Liga-Niederlage beim VfB Ulm hatte die TSG schon wieder die Möglichkeit, den ersten Sieg des Jahres zu feiern. Nach den Pokal-Siegen beim TSV Eningen in Runde 2 und dem VfB Ulm im Achtelfinale ging die Reise am Dienstagabend wie schon vor zwei Jahren nach Ravensburg, die sich unter anderem gegen die höherklassige TG Bad Waldsee durchgesetzt hatten.

Die Vorzeichen für die TSG waren aber alles andere als gut. Zwar war Trainerin Andrea Richter wieder dabei, konnte aber nur mit acht Spielern anreisen. Einige waren krank, andere konnten die weite Fahrt unter der Woche nicht leisten.

Sehr zerfahren startete dann das Spiel. Beide Teams machten einige vermeidbare Fehler, die TSG musste sich mit sehr ungewohnter Aufstellung erst einmal finden. Außenangreifer Hannes Limprecht durfte zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an ran, zudem spielte Finn Jokay auf der für ihn ungewohnten Diagonal-Position.

Immer besser fand die TSG aber ins Spiel und konnte vor allem dank der beiden bestens aufgelegten Mittelangreifer Moyan Oeß und Till Johne die ersten beiden Durchgänge für sich entscheiden.

Im dritten Satz musste Jokay dann vom Feld. Er war nach gut einwöchiger Krankheitspause noch nicht wieder ganz fit. Für ihn durfte der erst 17-jährige Carlos Röder Herrera sein Debüt für die Herren 1 geben. Und der fügte sich direkt gut ein, konnte seine ersten Punkte auf der auch für ihn ungewohnten Diagonalangreifer-Position machen. „Das war schon cool, mal mit den Jungs in einem Pflichtspiel auf dem Feld zu stehen“, freute sich der Youngster, der in den Wochen zuvor immer wieder als Trainingsgast eingeladen worden war.

Und am Ende durfte die TSG dann auch den dritten Satz als gewonnen bejubeln und machte den Einzug ins Halbfinale klar. Dort wartet mit Drittliga-Tabellenführer ASV Botnang oder Ligakonkurrent TSV G.A. Stuttgart ein Top-Gegner, gegen den die TSG einen möglichen Finaleinzug perfekt machen möchte.