Der Start ins neue Jahr ist für die Regionalliga-Herren der TSG Tübingen mächtig in die Hose gegangen. Beim achtplatzierten VfB Ulm setzte es eine deutliche 0:3-Niederlage (21:25, 21:25, 18:25).
Die Vorzeichen für den Start ins neue Jahr waren alles andere als optimal. Nachdem in der Vorwoche die Partie gegen Tabellenführer TG Schwenningen ausgefallen war, konnte die TSG zudem nicht voll trainieren. „Unter der Woche fiel ein Training aus, zudem waren einige Spieler krankheitstechnisch angeschlagen“, blickte TSG-Urgestein Hannes Limprecht auf die Woche zurück. Limprecht war auch derjenige, der in Ulm als Coach an der Seitenlinie stand, da die etatmäßige Trainerin Andrea Richter berufsbedingt verhindert war.
Und er sah, wie sein Team in Satz eins überhaupt nicht ins Spiel fand. Mit 3:12 legte der Tabellenzweite gegen den Achten einen echten Fehlstart hin. Im Anschluss fing sich die TSG dann wieder und arbeitete sich Punkt für Punkt ran. Der Rückstand war aber zu groß und so ging der erste Durchgang 21:25 verloren.
Satz zwei startete dann besser. Doch Mitte des Satzes schafften es die Ulmer dann wieder, sich entscheidend abzusetzen. Die TSG haderte mit ein paar umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen, Ulm spielte sich in einen Rausch. Und so ging auch der zweite Satz verdient an die Hausherren.

In Satz drei wechselte Limprecht nochmal durch, probierte neue Impulse zu bringen. Doch auch diese fruchteten nicht. Ulm rettete in der Abwehr teils unmögliche Bälle und hatte mit Johannes Pfeiffer den überragenden Mann auf dem Feld, der die Punkte machte. „Da kam echt alles zurück, wir haben es einfach nicht geschafft, den Ball auf den Boden zu bekommen“, war TSG-Angreifer Kai Wolf voll des Lobes für den Gegner. Wolf, der im zweiten Satz eingewechselt worden war, war auf Tübinger Seite der Einzige, der halbwegs überzeugen konnte und bekam die silberne MVP-Auszeichnung.
„Wichtig ist, dass wir diese bittere Niederlage schnellstmöglich wegstecken“, sagte Coach Hannes Limprecht nach dem Spiel. Denn am kommenden Sonntag wartet mit Stuttgart ein erfahrener, spielstarker Gegner auf die Tübinger. „Und gegen die haben wir aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, als wir zuhause mit 2:3 verloren haben“, so Limprecht.
Zuvor geht es unter der Woche noch im Pokal-Viertelfinale zum Oberligisten TSB Ravensburg.
