„Das beste Spiel“

Auch der SSV Geißelhardt kann die TSG Tübingen nicht stoppen. Beim starken Aufsteiger gewann die TSG vergangenen Samstagabend mit 3:1 (33:35, 25:18, 27:25, 25:20) und feiert den fünften Sieg in Serie.

Schon vor dem Spiel stand fest, dass es ein hochklassiges Spiel werden würde. Beim SSV Geißelhardt traf die TSG auf den amtierenden VLW-Pokalsieger und unangefochtenen Oberliga-Meister aus dem Vorjahr, der auch an den ersten Spieltagen in der Regionalliga zu überzeugen wusste. Und es sollte das erwartete Top-Spiel zwischen dem Zweiten (TSG) und Dritten (SSV) werden.

Zu Beginn tat sich die TSG noch etwas schwer, zeigte aber Comeback-Qualitäten. Beim 7:3 und 16:12 konnten die Gastgeber jeweils die ersten etwas deutlicheren Führungen erspielen, die die Tübinger aber jeweils schnell aufholen konnten. Das Satzende wurde dann ein echter Krimi. Beim 24:22 hatte der Oberliga-Meister zwei Satzbälle, beide konnte Tübingen abwehren. Dann ging es hin und her – hier ein Satzball für die TSG, da einer für Geißelhardt. Nach knapp 35 Minuten war es dann Geißelhardts Top-Angreifer Marian Epple, der mit einem starken Angriffsschlag den ersten Satz 35:33 zugunsten der Heimmannschaft entschied.

Im zweiten Satz brachte TSG-Trainerin Andrea Richter Felix Bertsch auf der Außenangreifer-Position – der Wechsel wirkte. Während einer Aufschlagserie von eben jenem Bertsch baute das Team früh einen Vorsprung auf und konnte diesen auf zwischenzeitlich neun Punkte ausbauen. Allen voran Kai Wolf setzte sich ein ums andere Mal im Angriff durch. Mit 25:18 konnte Satz zwei letztendlich deutlich gewonnen werden.

Der dritte Satz gestaltete sich wieder ausgeglichener. Erst gegen Ende konnte sich der Gastgeber eine Mini-Führung erspielen. Dann wechselte Richter das Duo Fynn Pflüger und Finn Jokay ein, mit denen auf dem Feld der Satz am Ende doch noch gedreht werden konnte.

Der Schwung des knapp gewonnenen dritten Satzes wurde dann auch in den vierten Durchgang mitgenommen. Angeführt von den beiden überragend aufspielenden Außenangreifern Bertsch und Wolf sowie krachenden Angriffen der Mittelblocker Till Johne und Moyan Oeß durfte der dritte Satzgewinn und damit ein 3:1-Auswärtssieg gegen einen ebenfalls stark spielenden Aufsteiger bejubelt werden.

„Das war das beste Spiel meiner Mannschaft in den zweieinhalb Jahren, in denen ich hier Trainerin bin“, war Trainerin Andrea Richter voll des Lobes. „Die Annahme war so stabil wie selten zuvor, das war der Grundstein zum Sieg“.

Zum wertvollsten Tübinger wurde Kai Wolf gewählt, der neben seiner stabilen Annahme-Leistung vor allem im Angriff mit über 20 Punkten überzeugen konnte.

Durch den fünften Sieg in Serie ist der TSG die Vize-Herbstmeisterschaft nicht mehr zu nehmen. Einen Spieltag vor der Weihnachtspause ist der Vorsprung auf Platz drei auf vier Punkte angewachsen. Die Tübinger bleiben also nach wie vor Jäger Nummer eins vom noch ungeschlagenen Tabellenführer TG Schwenningen.

Am kommenden Samstag steht gegen Tabellenschlusslicht TSV Mimmenhausen zuhause in der Uhlandhalle das letzte Spiel des Jahres an. Eine vermeintlich leichtere Aufgabe, die aber keinesfalls unterschätzt werden sollte. „Wir wollen das Jahr natürlich erfolgreich beenden und gehen wieder mit vollem Fokus auch in dieses Spiel“, blickt Richter auf den Jahresabschluss.